Atmosphärenchemiker Hartmut Herrmann neues Mitglied der Academia Europaea

 

Leipzig. Der Atmosphärenchemiker Prof. Dr. Hartmut Herrmann von der Universität Leipzig und dem Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist in die renommierte wissenschaftliche Gesellschaft Academia Europaea gewählt worden. Ziel der 1988 in Cambridge gegründeten Akademie ist es, Forschung und Bildung in Europa zu fördern und den internationalen und interdisziplinären Austausch zu stärken. Herrmann ist nun Mitglied der Sektion „Earth und Cosmic Sciences“ sowie angeschlossen an die Sektion „Chemical Sciences“. Die feierliche Aufnahme wird auf der Jahrestagung der Academia Europaea im November in Wroclaw (Breslau) in Polen stattfinden.

 

Prof. Dr. Hartmut Herrmann ist seit Herbst 1998 Professor für Professor für Chemie der Atmosphäre an der Universität Leipzig und Leiter der Abteilung Chemie der Atmosphäre am TROPOS. Sein Hauptarbeitsgebiet sind chemische Prozesse in der Troposphäre, der untersten Schicht der Atmosphäre. Diese Prozesse tragen zur Bildung und Veränderung von Feinstaubpartikeln bei, die Luftqualität, Gesundheit und Klima beeinflussen. Der international angesehene Experte leitet u.a. den Arbeitskreis Atmosphärenchemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDCh) und ist Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der "Kommission Reinhaltung der Luft" (KRdL) im Verein Deutscher Ingenieure (VDI) und dem Deutschen Institut für Normung (DIN). Zusammen mit Kolleg:innen organisiert er die Bunsen-Tagung, die vom 17.-19. März 2025 an der Universität Leipzig unter dem Motto "Physical Chemistry of the Climate and the Atmosphere" stehen wird und zu der rund 700 Teilnehmende erwartet werden. Herrmann ist beteiligt am neuen Leibniz-WissenschaftsCampus „Rauch und Bioaerosole im Klimawandel“ (LSC BioSmoke) und an der Exzellenzcluster-Initiative „Breathing Nature“ der Universität Leipzig.

Der Academia Europaea gehören aktuell rund 5500 Wissenschaftler:innen aus ganz Europa an, darunter nunmehr zehn Forscher:innen von der Universität Leipzig. Die Academia Europaea wurde 1988 auf Initiative der britischen Royal Society und anderer nationaler Akademien in Europa gegründet. Sie ist eine gemeinnützige Organisation/Vereinigung, die sowohl im Vereinigten Königreich als auch in Deutschland eingetragen ist. Sie ist die einzige Akademie mit Einzelmitgliedern aus den Staaten des Europarats und aus anderen Ländern der Welt. Die Mitglieder sind herausragende Wissenschaftler und Gelehrte, die das gesamte Spektrum akademischer Disziplinen abdecken.


Mehr dazu unter https://www.ae-info.org/  

 

Kontakt:
 

Prof. Dr. Hartmut Herrmann

Universitätsprofessor

Chemie der Atmosphäre (Gemeinsame Berufung mit TROPOS)

und Leiter der Abteilung Chemie der Atmosphäre, Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS), Leipzig,

Tel. +49 341 2717-7024,

https://www.tropos.de/institut/ueber-uns/mitarbeitende/hartmut-herrmann

 

 

 

 

Das Leibniz-Institut für Troposphärenforschung (TROPOS) ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft, die 96 selbständige Forschungseinrichtungen verbindet. Ihre Ausrichtung reicht von den Natur-, Ingenieur- und Umweltwissenschaften über die Wirtschafts-, Raum- und Sozialwissenschaften bis zu den Geisteswissenschaften. Leibniz-Institute widmen sich gesellschaftlich, ökonomisch und ökologisch relevanten Fragen.

Sie betreiben erkenntnis- und anwendungsorientierte Forschung, auch in den übergreifenden Leibniz-Forschungsverbünden, sind oder unterhalten wissenschaftliche Infrastrukturen und bieten forschungsbasierte Dienstleistungen an. Die Leibniz-Gemeinschaft setzt Schwerpunkte im Wissenstransfer, vor allem mit den Leibniz-Forschungsmuseen. Sie berät und informiert Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Öffentlichkeit.

Leibniz-Einrichtungen pflegen enge Kooperationen mit den Hochschulen - u.a. in Form der Leibniz-WissenschaftsCampi, mit der Industrie und anderen Partnern im In- und Ausland. Sie unterliegen einem transparenten und unabhängigen Begutachtungsverfahren. Aufgrund ihrer gesamtstaatlichen Bedeutung fördern Bund und Länder die Institute der Leibniz-Gemeinschaft gemeinsam. Die Leibniz-Institute beschäftigen rund 20.500 Personen, darunter 11.500 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Der Gesamtetat der Institute liegt bei 2 Milliarden Euro. Finanziert werden sie von Bund und Ländern gemeinsam. Die Grundfinanzierung des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung (TROPOS) wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und dem Sächsischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) getragen. Das Institut wird mitfinanziert aus Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

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